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Christian Mueller-Goldingen
Aristoteles, Politik. Einleitung und Kommentar. Band 1: Bücher 1, 3, 7 und 8
 
Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2016, 340 S. (= Wissenschaftliche Kommentare zu griechischen und lateinischen Schriftstellern), EUR 98.00

Aristoteles’ ‚Politik‘ ist der Gründungstext der Politologie. Von den insgesamt 8 Büchern behandelt der Kommentar die Bücher 1, 3 und 7, 8. Das 1. Buch ist nicht nur aufgrund seiner Systematik, sondern auch wegen der exzeptionellen Rolle der Ökonomie von Interesse. Aristoteles reflektiert die im damaligen Athen wie auch im übrigen Hellas immer größer werdende Bedeutung der Ökonomie.

Die Bücher 3, 7 und 8 zeigen Aristoteles als Empiriker à la hauteur. Er unterlegt seine Analysen mit empirischer Forschung und seiner Sammlung von 158 Verfassungen. Die beiden letzten Bücher beinhalten Aristoteles’ Idealstaat, der ebenfalls auf eine empirische Basis gestellt wird. Aristoteles orientiert sich in diesem Kontext an dem antiken Stararchitekten Hippodamos von Milet, dem Erbauer des Piräus und anderer Städte wie Tarent.

Der Kommentar bezieht die volle Breite der sokratischen und vorsokratischen Philosophie ein. Aristoteles’ ‚Politik‘ ist ein überaus vernetzter Text, wie es von einem Philosophen wie ihm auch nicht anders zu erwarten ist.

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