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Manuel Baumbach/Peter von Möllendorff
Ein literarischer Prometheus. Lukian aus Samosata und die Zweite Sophistik
 
Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2017, 269 S. (= Heidelberger Studienhefte zur Altertumswissenschaft), EUR 26.00

Lukian aus Samosata (2. Jh. n. Chr.) gehört zu den bedeutendsten griechischen Literaten der Kaiserzeit. Als Meister der Polemik mit scharfem Blick für die Diskrepanz von Schein und Sein in allen Bereichen der Öffentlichkeit, feinsinniger Gestalter anspielungsreicher Texte, intellektueller ‚Freiredner‘ und Erfinder hybrider Formen war er ein eminenter Vertreter der Bildungskultur der Zweiten Sophistik. Seine über achtzig in kreativer Aneignung der literarischen Tradition entstandenen Schriften umfassen Deklamationen, literaturkritische Abhandlungen, phantastische Erzählungen, Pamphlete und eine Vielzahl von Dialogen, deren Witz, Subtilität und Buntheit bis heute zahllose Nachahmer gefunden haben.

Das vorliegende Buch bietet einen differenzierten Überblick über Lukians Œuvre, erklärt seine Stellung in Literatur und Kultur der Kaiserzeit, wirft einen Blick hinter auktorial konnotierte Masken, analysiert die Poiesis seiner wichtigsten literarischen Neuschöpfung, des Komödischen Dialogs, und erörtert Fragen der Inszenierung, Veröffentlichung und Überlieferung seiner Werke.

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