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Sebastian Matzner
Die Poesie der Metonymie. Theorie, Ästhetik und Übersetzung einer vergessenen Trope
 
Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2016, 358 S. (= Bibliothek der klassischen Altertumswissenschaften, Neue Folge, 2. Reihe Bd. 144), EUR 66.00

Obwohl Metapher und Metonymie als fundamentale Ausdrucksformen poetischer Sprache gelten, hat die Metonymie von seiten der Stilistik und Literaturtheorie viel weniger Aufmerksamkeit erfahren als die Metapher. Die Studie schließt diese Forschungslücke und legt eine literarästhetische Theorie der Metonymie vor, die sie anhand konkreter literarischer Beispiele von Pindar bis Hölderlin entwickelt. Zunächst werden das funktionale Grundprinzip der Metonymie, ihre Varietäten, sprachliche Struktur, poetische Funktion und ästhetischen Effekte herausgearbeitet, bevor sich die Arbeit im zweiten Teil einer translatorischen Fragestellung zuwendet und Metonymien in literarischen Übersetzungen (Jenisch, Humboldt, Droysen, Wilamowitz-Möllendorff, Browning) analysiert.

Die Auseinandersetzung mit den Paradoxien bisheriger Versuche der Theoriebildung erlaubt eine kritische Würdigung der Gewinne und Verluste, die mit der (post-)strukturalistischen Neufassung der Metonymie als einem universellen semiotischen Paradigma einhergehen.

Die vorliegende Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Heidelberger Förderpreis für klassisch-philologische Theoriebildung 2013.

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