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Wilfried Lingenberg (Hg.)
Sabini Epistulae. Mit Übersetzung und kritischem Kommentar
 
Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 107 S. (= Antike Texte Bd. 1), EUR 25.00

Eineinhalb Jahrhunderte lang galten die drei Sabinusbriefe – Odysseus schreibt an Penelope, Demophoon an Phyllis, Paris an Oinone – als Fingerübung eines Humanisten. Erst in jüngster Zeit stellte sich heraus, daß das kleine Werk wohl doch eine mittelalterliche Überlieferungsgeschichte hat, schon in der Antike rezipiert worden ist und der Literatur der ersten Jahrzehnte n. Chr. angehört. Die kritische Neuausgabe legt erstmals beide erhaltenen Textzeugen zugrunde und geht darüber hinaus der Editionsgeschichte seit Beginn des Buchdrucks im Detail nach. Beigegeben sind eine Prosaübersetzung, ein Konjekturenrepertorium sowie ein ausführlicher kritischer Kommentar.

Gleichzeit laden der geringe Textumfang und die übersichtliche Uberlieferungs- und Forschungslage dazu ein, eine Fallstudie zu den Grundsätzen von Textkritik und Editionstechnik auszuarbeiten, die vielleicht der universitären Ausbildung dienlich gemacht werden kann: An lediglich zwei Textzeugen, einer Handschrift und einem Druck, beide von charakteristisch unterschiedlichen Schreiberpersönlichkeiten angefertigt, läßt sich im kleinen und modellhaft studieren, wie zunächst ein Archetypus rekonstruiert und dann davon ausgehend der zugrundeliegende Dichtertext ermittelt wird.

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