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Ragnar Hund
Studien zur Außenpolitik der Kaiser Antoninus Pius und Marc Aurel im Schatten der Markomannenkrieg
 
Rhaden/Westfalen: Marie Leidorf 2017, 552 S. (= Pharos 40), EUR 59.80

Das Buch zeigt, daß die Außenpolitik der beiden Herrscher und der Markomannenkrieg in einem breiteren Kontext gewürdigt werden müssen. Während Hadrian Frieden und ein schlagkräftiges Heer hinterließ, war kaum ein Jahr der Herrschaft Antoninus Pius’ frei von Krieg gegen Britannier, Parther, Afrikaner oder Donauanrainer, was zu beträchtlicher Vorverlegung und massivem Ausbau der Grenzen führte und in Rom ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität schuf. Umso radikaler war der Umbruch zum “Zeitalter der Angst” unter Marc Aurel, das seinen bildlichen Ausdruck in der Marcussäule fand. Grundproblem war das Doppelprinzipat Marc Aurels und seines Adoptivbruders Lucius Verus, das durch Lucius’ Erfolg im Partherkrieg Marcus’ Autorität zu untergraben drohte und vergleichbare Militärerfolge von ihm erforderte. Marc Aurel begann daher 168 n.Chr. einen legitimatorisch und präventiv gedachten Feldzug gegen die Jazygen. Nach Lucius’ Tod und einer römischen Niederlage traten die Markomannen und Quaden in den Krieg ein, der zu Lebzeiten Marc Aurels kein Ende fand. Erst sein Nachfolger Commodus etablierte eine neue Friedensordnung, die bis in die 1. Hälfte des 3. Jh. halten sollte.

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