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Henning Haselmann
Gewässer als Schauplätze und Akteure in den Punica des Silius Italicus
 
Münster: Aschendorff Verlag 2018, 339 S. (= Orbis antiquus Bd. 53), EUR 44.00

Die Punica des Silius Italicus (1.Jh.n.Chr.) erfreuen sich seit einigen Jahren eines zunehmenden Interesses innerhalb der latinistischen Forschung. Dies belegen neben einer steigenden Anzahl an Kommentierungen auch die zahlreichen Einzeluntersuchungen zu dem Epos über den Zweiten Punischen Krieg.

Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Beschäftigung mit einem zentralen Motiv in den Punica: dem Gewässermotiv. Besonders häufig sind Nennungen und Beschreibungen von Flüssen im Werk des Silius. Es ist gut bekannt, dass sich zahlreiche der nennenswerten Schlachten zwischen Römern und Karthagern an Gewässern (zum Beispiel am Ticinus, am Trebia oder am Trasimenischen See) ereignet haben. Silius übernimmt diese Gewässer jedoch nicht lediglich zu ornamentalen Zwecken in sein Werk, sondern lässt sie vielmehr zu Sinnträgern werden, die die historische Handlung begleiten.

Die Semantisierung von Gewässerdarstellungen ist in den Punica mit bestimmten Begriffen und Ideen verknüpft. Hierzu zählt neben dem Begriff der Grenze vor allem der der Transformation. Der Wandel von einem Zustand in einen anderen und der spätere Rekurs auf diesen im Werk erzählten Transformationsprozess sind wesentliche Bestandteile des Handlungsgeschehens der Punica. Die anschauliche Darstellung dieses Wandels zeigt sich insbesondere in den Gewässerbeschreibungen.

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