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Michael von Albrecht
Ovids ‚Metamorphosen‘. Texte, Themen, Illustrationen
 
Heidelberg: Winter Verlag 2014, 262 S. (= Heidelberger Studienhefte zur Altertumswissenschaft), EUR 28.00

Ovids ‚Metamorphosen‘, eines der folgenreichsten Bücher der Weltliteratur, sind als Fundgrube des Mythos eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Dichter, Maler, Musiker und Psychologen. Zwischen Identitätssuche und -verlust wandelt sich der Mensch ständig und verwandelt seine Umwelt. Das Prinzip Metamorphose bestimmt Städte, Reiche, Götter, Religionen, ja das Erscheinungsbild der Erde.

Einzelinterpretationen erschließen zentrale Themen, so Kreativität und Gefährdung des Menschen. Orpheus leistet als Künstler Übermenschliches, scheitert aber an seiner übergroßen Liebe. Perfekte technische Spezialisierung führt für Arachne zum Verlust der Menschennatur. Aus dem Jäger Actaeon wird ein gejagtes Wild: eine kafkaeske Erfahrung, die Ovids Verbannungsschicksal vorwegnimmt.

Besonderes Augenmerk gilt literarischen Qualitäten, nicht zuletzt dem Gesamtaufbau aus dreimal fünf Büchern, deren jedes eine Leseeinheit bildet (was bisher weniger beachtet wurde). Fünfzehn alte Stiche ermöglichen einen frischen Zugang zum Ganzen.

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