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Lutz Lenz (Hg.)
Aristophanes. Wespen
 
Berlin/Boston: De Gruyter 2014, IX + 226 S. (= Griechische Dramen), EUR 49.95

Nach dem Misserfolg der Wolken 423 hat Aristophanes mit den Wespen 422 schwungvoll neue Resonanz gesucht und gefunden. Zentralfiguren der Komödie sind der seiner Heliastenrolle verfallene altePhilokleon und Bdelykleon, sein Sohn und Gegenspieler. Mitdiesem Duo schafft Aristophanes eine hinreißende Handlung, die Politisches – Satire auf Erscheinungen der attischen Justiz – und Familiäres – Umerziehung des Vaters durch den Sohn–kombiniert und mit ihren Lösungen überrascht. Philokleons Protektor Kleon, der führende Politiker der frühen nachperikleischen Jahre, wird gerupft. Ein in das Stück integrierter Hundeprozess gehört zu den komischsten Episoden der antiken Literatur. Die Wespen bieten besondere Ansätze zu einer Charakterkomödie avant la lettre. Den vorgegebenen dialogischen und lyrischen Formenschatz der Alten Komödie spielt Aristophanes in musterhafter Fülle aus.

Kein Geringerer als Jean Racine hat sich von den Wespen zu seiner einzigen Komödie, Les Plaideurs, inspirieren lassen. Anderswo in Europa wurden die Wespen ausgiebiger erforscht. Hierzulande füllt dieneue Spezialausgabe mit Einführung, griechischem Text, Prosaübersetzung und ausführlichem Begleitkommentar eine über hundertjährige philologische Lücke.

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