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Christian Later/Michaela Helmbrecht/Ursina Jecklin-Tisch­hauser (Hgg.)
Infrastruktur und Distribution zwischen Antike und Mittelalter. Tagungsbeiträge der Arbeits­gemeinschaft Spätantike und Frühmittelalter. 8. Stadt, Land, Fluss – Infrastruktur und Distributions­systeme in Spätantike und Frühmittelalter (Lübeck, 2.–3. September 2013)
 
Hamburg: Dr. Kovac Verlag 2015, 280 S. (= Studien zur Spätantike und Frühmittelalter Bd. 8), EUR 98.80

Die Spätantike und das Frühmittelalter sind Zeiten des politischen, religiösen, soziokulturellen und ökonomischen Umbruchs. Deshalb stellen Fragen zur Transformation der klassischen Antike in eine frühmittelalterliche Lebenswelt die Archäologie und die Geschichts­wissenschaften vor eine besondere Herausforderung. Der Themenkomplex „Infrastruktur und Distributionssysteme“ lässt Brüche, aber auch Kontinuitäten zwischen diesen beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Epochen besonders gut herausarbeiten und ermöglicht Rückschlüsse auf Art und Umfang von Veränderungs­prozessen und ihrem Niederschlag im materiellen Befund. Da entsprechende Umwälzungen oftmals unmittelbar Einfluss auf zentrale Bereiche des Alltagslebens nahmen, haben Mobilität, Waren- und Güteraustausch aber auch der Wandel von Siedlungsstrukturen, Produktionsweisen, Rohstoffgewinnung oder politischen Herrschafts­systemen archäologisch mehr oder minder gut fassbare Spuren hinterlassen.

Der achte Band aus der Reihe „Studien zu Spätantike und Frühmittelalter“ mit den Beiträgen der achten Sitzung der „AG Spätantike und Frühmittel­alter“ vereint in elf Aufsätzen aktuelle Untersuchungen zu dieser Thematik mit unterschiedlichen inhaltlichen, chronologischen und regionalen Schwerpunkten aus Archäologie und Geschichtswissenschaft. Berührt werden Themenfelder wie städtische, klösterliche und herrschaftliche Infrastrukturen, das Verkehrs-, Reise- und Bauwesen genauso wie Rohstoffgewinnung und Produktion, der Gütertransport und unterschiedlich organisierte Distributionssysteme. Der räumliche und zeitliche Rahmen erstreckt sich von Skandinavien über das zentrale Mitteleuropa bis an die kroatische Adriaküste zwischen dem 1. und dem 9. nachchristlichen Jahrhundert. Der Band illustriert eindrücklich das breite Spektrum an Fragen, welche derzeit die moderne Archäologie und ihre Nachbarfächer teils alleine, teils in interdisziplinärer Zusammenarbeit beschäftigen, und mit welchen Herangehensweisen und Methoden Antworten gesucht, aber auch neue Fragestellungen generiert werden.

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